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Hintereinanderfahren

 

Beim Hintereinanderfahren sollte der am Hinterrad fahrende Fahrer einen Abstand von etwa 30-40 cm halten. Ein Anfänger sollte lieber etwas größeren Abstand halten (ca. 50 cm) und leicht seitlich versetzt zum Vordermann fahren, um genügend Sicht nach vorne zu haben. Es ist auch sehr wichtig, dass man einen regelmäßigen Tritt hat und nicht aprupt zu treten aufhört, weil man dadurch den Hintermann der Gefahr aussetzt, aufzufahren. Das gleiche gilt beim Wiegetritt. Wenn man aus dem Sattel geht, geht die Regelmäßigkeit des Tritts verloren und der Hintermann kann sehr einem sehr leicht hinten hineinfahren.

Der vorderste Mann sollte mit Übersicht fahren und seine Kollegen rechtzeitig vor Hindernissen (zB Kanaldeckel oder parkende Autos) mit einer Handbewegung warnen und nicht erst im letzten Moment ausweichen oder das Rad verreißen.

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der belgische Kreisel

Der belgische Kreisel ist eine der Techniken, die man als Rennfahrer oder ambitionierter Hobby- und Marathonfahrer unbedingt beherrschen sollte. Der belgische Kreisel ist eine Formation, die bei vielen Rennen gefahren wird, vor allem dann, wenns richtig "zur Sache geht". Dieser Kreisel wird meist in kleineren Gruppen (zB Ausreißergruppen gefahren), um ein hohes Tempo und eine gute Regelmäßigkeit in die Gruppe zu bringen. Durch ständiges Wechseln der Führungsposition profitiert jeder vom Windschatten seines Kollegen. Der Begriff "Kreisel" entstand wohl dadurch, dass die Führung in einer Kreisformation wechselt. Der Führende lässt sich nach getaner Arbeit nach links oder rechts (je nach Windrichtung) zurückfallen, indem er sein Tempo etwas verlangsamt, damit sein Hintermann die Führung übernehmen kann. Der vormals Führende reiht sich nun hinter seinem Vorgänger ein.

Unten die einzelnen Schritte:

   

Schritt 1:

Der Führende (roter Fahrer) lässt sich ablösen, indem er auf die jeweilige Seite - hier links - schwenkt.

Schritt 2:

Der ehemals Führende lässt seinen Hintermann vorbei und reiht sich in dessen Windschatten ein

Schritt 3:

Der rote Fahrer lässt sich weiter zurückfallen, während die Fahrer neben ihm bereits wieder auf dem Weg nach vorne sind.

Schritt 4:

Unser roter Fahrer ist an der letzten Position angekommen. Zeit für ihn, sich wieder auf der anderen Seite einzureihen, um wieder nach vorne zu kommen.

Schritt 5:

Der rote Fahrer ist bereits wieder auf dem Weg nach vorne. Wenn seine Kameraden nach und nach ausschwenken, wird er wieder in Führungsposition gehen und sich anschließend wieder zurückfallen lassen.

   

So lässt sich also der Begriff "Kreisel" erklären. Das ganze ist eigentlich nichts anderes als zwei sich versetzt bewegende Einzelreihen.

In einem Radrennen oder auch in einem Marathon ist es sehr wichtig, diese Technik zu beherrschen, deshalb sollte man den belgischen Kreisel auch im Training regelmäßig üben. Es kann schließlich später von großer Bedeutung sein.

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die Zweierreihe

Beim Fahren in der Zweierreihe fahren immer zwei Radfahrer nebeneinander, d.h. es leisten immer zwei Fahrer die Führungsarbeit. Ist die Führungsarbeit der vorne fahrenden beendet, (die beiden Führenden sprechen sich dabei ab, meist mit einem kurzen Wortwechsel oder Handbewegung) schwenken die beiden Fahrer aus und lassen die Hintermänner nach vorne kommen - der rechte Fahrer schwenkt nach rechts und der linke Fahrer nach links aus. Danach lässt man sich an die letzte Position der Gruppe zurückfallen.
Die beiden sollten sich jedoch nicht unbedingt auf gleicher Höhe, sondern etwas diagonal versetzt zurückfallen lassen, denn so kann man keinen der nach vorne fahrenden Fahrer behindern. Die Zweierreihe wird oft beim Training in Gruppen angewandt, wenn das Tempo nicht allzuhoch ist.

Unten die einzelnen Schritte:

   
Schritt 1:

Die beiden roten Fahrer schwenken nach geleisteter Führungsarbeit auf die Seite, um die Führung abzugeben.

Schritt 2:

Die roten Fahrer lassen sich leicht diagonal versetzt zurückfallen. So haben es die andere Fahrer leichter vorbeizukommen.

Schritt 3:

Die beiden Fahrer haben sich bis an die letzte Position zurückfallen lassen und reihen sich nun wieder im Windschatten Ihrer Vordermänner ein.

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Die Windstaffel

Im Windschatten lässt sich bis zu 20 Prozent Kraft sparen. Deshalb ist es auch beim Training viel lustiger in der Gruppe zu fahren, weil einem dann nicht während der ganzen Trainingszeit der Wind ins Gesicht bläst. Die angenehmste Form von Wind ist bestimmt der Rückenwind. Wie wild kann man vom Wind "geschoben" drauflosfahren. Dafür braucht man nicht einmal eine Gruppe, das geht auch alleine. Beim Gegenwind lässt sich viel Zeit und Kraft sparen, wenn man in der Gruppe fährt. Dort fährt man in einer Einser-Reihe und der erste schwenkt nach geleisteter Arbeit nach links und lässt sich zurückfallen.

Doch wie ist das beim Seitenwind? Kommt der Wind unangenehm von rechts oder links, dass man Mühe hat, sich noch gerade am Rad zu halten, nützt einem der Windschatten des Vordermannes nichts. Deshalb fährt man je nach Windrichtung gestaffelt seitlich hintereinander, d. h. man fährt mit dem Vorderrad auf Höhe des Tretlagers des Vordermannes, um Schutz vor dem Seitenwind zu bekommen. (zB wenn der Wind von rechts kommt, fährt man links auf Höhe des Tretlagers des Vordermannes, und nach der Führungsarbeit schwenkt man auf die rechte Seite aus, lässt sich zurückfallen und reiht sich wieder auf der linken Seite ein.

Unten die einzelnen Schritte:

   

Schritt 1:

Der Wind kommt von rechts. Der rote Fahrer führt die Gruppe an.

Schritt 2:

Der rote Fahrer schwenkt auf die rechte Seite und lässt sich zurückfallen

Schritt 3:

Der Fahrer hat sich bis an die letzte Position zurückfallen lassen und macht sich bereit, sich wieder einzureihen.

Schritt 4:

Der rote Fahrer hat sich auf Höhe des Tretlagers des Vordermannes wieder eingereiht und genießt bereits wieder den Windschatten.

   
Das Fahren in der seitlichen Windstaffel (auch Windkante genannt) ist technisch anspruchsvoll und sollte regelmäßig im Training geübt werden.
 

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